Anreise

Was für ein Tag bzw. Tage!

Am Morgen haben wir noch müde die letzten Sachen zusammengepackt, den Strom und das Wasser abgestellt und unserer kleinen Wohnung fürs Erste Lebewohl gesagt.

Ein lieber Kollege und Freund, der dankenswerterweise auch unsere Wohnung im Auge behält, wartete bereits draußen auf uns und unsere Koffer. Berlin schien ein wenig traurig zu sein, denn es begann just in dem Moment zu regnen. Nachdem alles schnell verstaut war, ging es dann auch schon los in Richtung Flughafen. Die Fahrt verlief ohne nennenswerte Ereignisse.

Da wir schon eingecheckt waren mussten wir nur noch unsere Koffer abgeben. Das erledigten wir zum Teil am Selbstbedienungskofferabgabeautomat (Self Bag Drop-Off), inklusive Beschwerde vom Nachbarautomaten, dass man ja heutzutage alles selber machen müsse. Nun ja.

Warum zum Teil, mag man sich nun fragen! Nun, wenn man, wie wir, zwei Gepäckstücke pro Person hat, dann sollte zuerst auch die Koffer deinen einen Person abgeben und dann die der anderen und nicht wild mischen. Das mag der Computer nicht. Am Ende hat aber alles geklappt.

Danach gab’s noch einen kleinen Snack von Starbucks, während wir auf unseren Slot für die Sicherheitskontrolle warteten. Protipp für den tollen BER: Bucht einen Slot im sogenannten BER-Runway. Dann muss man auch nicht lange rumstehen und warten, sondern kommt zügig und ohne große Laufwege durch die Sicherheitskontrolle.

Danach ging’s dann bald im ersten Flugzeug unspektakulär nach Frankfurt am Main. Dort hatten wir fast 1,5 Stunden Zeit bis zum nächsten Flug. Und die haben wir genutzt. Erst natürlich einmal durch die automatische Passkontrolle und dann in Richtung Gate.

Da wir es uns nun erlaubt haben in der Business Class zu fliegen, ermöglichte uns das auch den Zutritt zur Business Class Lounge. Und was soll ich sagen. There’s no better way to wait for your Flugzeug. Bequeme Sessel, ein gutes Buffet aus kalten und warmen Speisen, Getränke in großer Auswahl und wenn man möchte Duschen und Schlafgelegenheiten. Wir haben hauptsächlich das Buffet in Anspruch genommen.

Kleine Gulaschsuppe mit Käsebrezel

Nach gut einer Stunde bewegten wir uns dann zum Gate und warteten nun mit vielen anderen Menschen darauf das Flugzeug betreten zu können.

Nach einer kleineren Verzögerung ging es dann auch los. Wir durften fast zuerst rein und suchten nach unseren Plätzen an einem ganz besonderen Ort. Der Beule der Boeing 747-8! Dafür muss IM Flugzeug eine Treppe hinauf gehen!

Unsere Plätze waren jedenfalls sehr gut. Wir wurden empfangen mit einer kleinen Auswahl aus Wasser, Sekt und dem Avionic, einem ’süßen‘ Cocktail mit Campari.

Der Start kam dann auch recht zügig und wir waren schnell in der Luft. Auch wenn die gesamte Flugzeit circa 11 Stunden betragen sollte, wurde keine Zeit vergeudet und es gab recht bald Abendessen. Im folgenden einige Impressionen davon.

Nach dem Essen begannen nun langsam alle sich entweder einen Film anzumachen oder sich auf die Nacht vorzubereiten. Denn gegen 7 Uhr wurden die Fenster abgedunkelt und das Nachtlicht angemacht. Auch wir versuchten irgendwann zu schlafen, was auch irgendwann ganz gut gelang.

Am nächsten Morgen, also ca 5-6 Stunden später wurden wir wach. Bei einigen war bereits das Tischdeckchen für das Frühstück bereitet. Es war ca. 1 Uhr nachts deutscher Zeit. Aber die zählte für uns ja fast nicht mehr, da es in Korea bereits 9 Uhr morgens war und die Landung einer 1,5 Stunden geplant war.

Das Frühstück, (Eier-)Pfannkuchen mit Pilzen gefüllt und Spinat. Dazu Brötchen und einen kleinen Quark mit Obst.

Kurz darauf landeten wir dann auch tatsächlich. Nach kurzer Fahrt über den Flughafen konnten wir das Flugzeug verlassen und bewegten und zur Passkontrolle. Nach nicht allzu langer Wartezeit kamen wir dran. Unsere Pässe wurden inspiziert und für würdig erklärt. Insbesondere der kleine Aufkleber der uns nun den (theoretischen) Aufenthalt bis heute in einem Jahr erlaubt.

Dann noch schnell die Koffer vom Band geholt und damit waren wir angekommen.

Um zu unserem Hotel zu kommen holten wir uns zwei Fahrscheine für einen der vielen Busse, die in alle Richtungen fahren. Der brachte uns dann sehr bequem nach einer Stunde Fahrt fast bis vor die Tür.

Nach einer kurzen Dusche und einem Nickerchen sind wir dann nochmal losgezogen und haben eine Kleinigkeit gegessen und uns kurz die Umgebung angeschaut.

Blick vom Zimmer auf Insadong, ein alter, erhaltener Stadtteil
Die Umgebung bei Nacht

Damit endet der lange Tag nun auch für uns. Morgen früh geht’s dann in unsere Unterkunft für den Rest des Monats.