Im Zug nach Busan

Das neue Jahr startete mit einem Umzug. Schweren Herzens mussten wir unser drittes und bis dahin schönsten Apartment verlassen. So wurde alles in Koffer und einen Karton gepackt. Dieser wurde dann schonmal nach Deutschland geschickt, da der kleine Weihnachtsbaum und -Schmuck nicht noch das halbe Land bereisen muss. Also gab es einen kleinen Abstecher zur Post, die schon zuverlässig Briefe für versendete. Mit Hilfe einer netten Postmitarbeiterin wurde alles verpackt und die Formalien ausgefüllt. Zwar nicht zu unseren Gunsten, aber ich vermute mal auch, dass sie sich nicht an den Einnahmen des deutschen Zolls bereichern kann.

Jedenfalls sagten wir für’s Erste 안녕히 계세요 und fuhren zum Hauptbahnhof von Seoul. Dort mussten wir noch ein wenig warten. Zumindest in koreanischen Fernbahnhöfen von Seoul und Busan, geht man nicht direkt auf’s Gleis. Man wartet in der Regel in der großen Haupthalle, die Sitzgelegenheiten sowie ein breites Shopping- und Essensangebot bieten. Über mehreren Zugängen findet man dann Anzeigetafeln, die zwar schon den Zug, aber noch nicht das Gleis anzeigen. Circa 20 Minuten vor Abfahrt erscheint dann das Gleis. Dann heißt es nur noch den richtigen Wagen zu finden. In der Regel bekommt man immer einen Sitzplatz beim Kauf eines Tickets. D.h. auch, dass Züge mal ausverkauft sein können. Auf der Strecke Busan – Seoul (ca. 350km) fahren aber auch Züge alle 15 bis 20 Minuten. Also kein großes Problem. Auf dem Bahnsteig gibt es Markierungen für die Wagons. Man muss sich also nur an die richtige Markierung stellen und, zack, steht irgendwann ein Zug mit einer Tür vor der Nase.

Diese Fahrt haben wir in der 1. Klasse gemacht, da grundsätzlich mehr Platz für Beine und Gepäck. Außerdem ist es im Vergleich auch nicht viel teurer als die 2. Klasse.

Während der Fahrt, die pünktlich begann und endete, hielten wir in 4 oder 5 Städten. Am Ende der Fahrt: Busan, der zweitgrößten Stadt Südkoreas.

Begrüßt wurden wir von den weihnachtlichen Resten, klarer Luft und dem Geruch von Meer. Doch dazu bald mehr.